Information für deutschsprachige Klienten

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“[Ich bitte Sie…] Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.”
Rainer Maria Rilke, Brief an Franz Xaver Kappus

Über mich

Meine Reise ins Innere des Selbst began sehr früh im Leben. Schon als Teenager führten mich die Fragen des Woher und Wohin, die für diesen Lebensabschnitt normal sind, zu Fragen über den Sinn meines Lebens und des Lebens schlechthin, über den Tod und über die anscheinend so verschiedenen Hoffnungen und Ängste, die zur selben Zeit im Menschen existieren können.

Mein Weg in die Psychotherapie began jedoch erst später. Kurz vor meinem 30sten Geburtstag und nach ca. 10 Jahren in der Bauwirtschaft fühlte ich, daß etwas fehlte in meinem Leben: ich hatte eine gute Stellung und ein aktives Sozialleben und trotzdem fühlte ich mich oft einsam und auf eine merkwürdige Weise “unverbunden”. Dann traf ich einen alten Freund, den ich fast 10 Jahre lang nicht gesehen hatte. Durch ihn lernte ich Anthroposophie kennen, eine Philosophie die so wundervolle Dinge wie Waldorfschulen, biodynamische Landwirtschaft und Biographiearbeit hervorgebracht hat.

1990 begann ich mein offizieles Studium dieser geistigen Wissenschaft in Sussex, England. Ich lernte den Menschen als wichtigen Teil des Ganzen zu betrachten: nicht nur der Gesellschaft in der er lebt, sondern der Welt und des Lebens an sich. Ich lernte, daß jeder Gedanke, jede Tat eine direkte Konsequenz für unsere Umwelt hat. Und ich lernte, volle Verantwortung für mein Leben, meine Taten und meine Beschlüsse zu nehmen. Kunst, Kreativität und das Schöne schlechthin erhielten neuen Wert für mich, und obwohl ich z.Zt. nicht aktiv mit der Anthroposophie verbunden bin, werden die Grundgedanken und Ideen dieser Philisophie immer ein Teil meiner Arbeit und meines Lebens bleiben.

In England traf ich einen jungen Kanadier und nach ein paar Jahren in Deutschland zogen wir im August 1997 nach Toronto. Hier begann ich ein Studium für Spirituelle Psychotherapie am Transformational Arts College (TAC) und nach meinem Abschluß wurde ich eingeladen, der Fakultät des Colleges beizutreten.

Die Ausbildung am TAC vertiefte meinen Glauben an und meine Bewunderung für die innere Welt des Menschen. Ich erhielt praktisches Rüstzeug für die Arbeit als Psychotherapeut und einen neuen Blickwinkel auf spirituelle Arbeit. Ich began vergangene Leben zu erforschen, wanderte durch Visualisierungen, blickte zurück auf meine Kindheit und die Kindheit meiner Eltern und Großeltern, und begann, das große Webbild zu erkennen, in dem wir alle verbunden sind. Was in England mehr Theorie gewesen war, wurde nun zur praktischen Realität. Die Arbeit mit Klienten war eine weitere erstaunliche Erfahrung und im Laufe der Jahre habe ich mir meinen eigenen Stil erarbeitet.

Meine erste eigene Theapiesitzung war Teil des Ausbildungsprogrammes für Psychotherapie. Vor dieser Sitzung hatte ich nie die Notwendingkeit für persönliche Therapie erwogen. In der Theorie verstand ich zwar die Idee, daß man sich selbst kennen muß um anderen helfen zu können, und ich verstand auch, daß man sich seinen eigenen Ungeheuern gestellt haben sollte, bevor man denen anderer Menschen begegnet, aber ich glaubte, daß all das auf mich nicht zutraf. Ich kannte mich recht gut, Danke vielmals, und ich hatte keine persönlichen Ungeheuer in meinem Leben. Ich war also nicht wenig erstaunt herauszufinden, daß manches das ich als “so ist das Leben halt” abgetan hatte, in Wirklichkeit eine Reflektion meiner Überzeugungen, Ansichten und Verhaltensmuster war.

So lernte ich z.B., daß meine Tendenz “die Welt auf meinen Schultern” zu tragen mich in den Augen anderer, besonders meiner Freunde, arrogant und unverwüstbar erscheinen ließ. Diese Einsicht tat einiges um zu erklären, warum ich mich so oft in meinem Leben isoliert und einsam gefühlt hatte. Und um so tiefer ich in mein Leben eindrang, um so klarer wurde es, daß kein großes Trauma an dieser Entwicklung Schuld war. Ich war einfach nur ein sehr sensibles Kind gewesen, das die leisen Wehen und Leiden ihrer Eltern erahnte und beschloß, ihnen”zu helfen”. Im Laufe der Jahre hatte sich dieses Verhalten so entwickelt, daß ich für alles und überall die volle Verantwortung übernahm.

Sobald mir dies klar wurde konnte ich neue und gesündere Wege erforschen, in denen ich verantwortungsvoll handeln konnte, Wege, die mein Wohlbefinden mit einschlossen und anderen den Respekt und die Freiheit gaben, ihr Leben alleine zu leben. Meine Beziehungen verbesserten sich merklich und ich fühlte mich nicht mehr so einsam. Bis zu diesem Tag bin ich den “Spiegeln” und Begleitern auf dieser Reise dankbar für ihre Hilfe.

Viele andere kleine und große Einsichten und Verschiebungen haben seither stattgefunden und die Reise ins Innere meines Selbst geht weiter. Ich finde Frieden in dem Wissen, daß diese Reise nie ganz endet. So lange wir leben – und in jedem neuen Leben – wachsen und lernen wir. Das Leben selbst präsentiert täglich neue Möglichkeiten. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, selbst tragische und beunruhigende Situationen als Chancen für Einsichten anzusehen. Eine Klientin sagte einmal: “Das Universum ist schon wunderbar, oder?! Wie eine gute Mutter gibt es uns nie auf.” Ich stimme mit ganzem Herzen zu.

Arbeitsphilosophie

Unser Leben gehört uns. Niemand kann es für uns leben, und niemand kann unsere Lebensfragen für uns beantworten. Wir alle tragen unsere eigenen, unverkennbare Weisheit in uns. Nichts desto trotz bleiben wir manchmal in immer gleichen Verhaltensmustern stecken, verlieren uns in unserer eigenen Angst oder werden abgetrieben wenn Lebensumstände uns aus der Bahn werfen. In diesen Momenten brauchen wir manchmal den Anderen, jemanden der uns bei der Hand nimmt und leitet, der bei uns sitzt, wenn wir mit unseren Fragen ringen, und der uns geduldig daran erinnert, daß wir im Innern unsere Seele gut und fähig und wundervoll sind.

Als Psychotherapeut verstehe ich es als meine Aufgabe dieser Andere zu sein, eine Atmosphäre der Sicherheit und des Vertrauens anzubieten, und meine Klienten auf ihrer Reise ins Innere ihres Seins zu begleiten. Ich arbeite mit verschiedenen Techniken wie z.B. Visualisierungstechnik, Energie Psychotherapie, traditioneller Gesprächstherapie, Traumarbeit, dem Inneren Kind und Inneren Persönlichkeiten, Intuition und Innerer Weisheit. Im Laufe der Zeit wird der Klient so vertraut mit diesen Techniken, daß sie zu persönlichen Werkzeugen werden, die im alltäglichen Leben benutzt werden können. Ich begleite meine Klienten durch die Verwirrungen und Schmerzen ihrer Kindheit und biete ihnen mögliche Alternativen für eine neue Daseinsweise. Ich biete ihnen einen Spiegel in mir selbst, in dem sie ihr Verhalten und ihre Überzeugungen betrachten, bearbeiten oder verändern können. Und ich unterstütze sie, wenn sie sich erneut mit ihrer inneren Weisheit, ihrem eingeborenen Wissen um ihres Selbst vertraut machen.

Soul-Spirit Integration (die Integration von Seele und Geist) ist ein ganzheitlicher Ansatz, der auf dem Konzept basiert, daß der Mensch viele verschiedene Facetten, freie Wahl und beinahe unbegrenzte Möglichkeiten hat.

Soul-Spirit Integration reicht über die Imagination in den energetischen und spirituellen Bereich und erkennt den Enifluß persönlicher Erfahrungen, Gefühle und Glaubensinhalte sowie der Umwelt auf die Motivation und das grundlegende Wohlbefinden des Klienten an. Es würdigt aber auch den umgekehrten Sachverhalt: den Einfuß unserer Taten und Überzeugungen auf die Umwelt und andere Menschen.

Keine Methode kann erflogreich sein, wenn der Klient passiv bleibt oder der Arbeitsmethode nicht zustimmt. Soul-Spirit Integration ist eine Variante der humanistischen Psychotherapie Carl Roger´s und basiert vollständig auf dem individuellen Klienten. In einem individuellen Prozess kann jeder Klient in seinem eigenen Tempo und Stil sich selbst näher kennenlernen und innere Freiheit und Zufriedenheit finden. Klienten erhalten Werkzeuge und Methoden, die sie zu Hause selbst anwenden können, erneuern die Fähigkeit und das Vertrauen ihrer inneren Stimme zu folgen, und lernen unabhängig ihren eigenen Prozess fortzuführen, lange nachdem die eigentliche Krise überwunden ist. Auf diese Art wird Soul-Spirit Integration mehr als eine Möglichkeit für persönliches Wachstum: es wird zu einer Möglichkeit, die Fragen im Hier und Jetzt zu leben und in die Antworten hineinzuwachsen, wenn die Zeit reif ist.

Es wäre mir eine Ehre, Sie ein Stück des Weges zu begleiten. Ich biete Einzelgespräche und Beziehungsberatung für Erwachsene an. Persönliche Gespräche finden in meinem Büro in Cookstown, Ontario, statt. Für Online-Therapie ist ein computer mit Kamera und Mikrofon erforderlich. Ein spezielles Program muß auf den Computer geladen werden, um die erforderliche Vertraulichkeit zu gewärleisten.

Ich biete ein erstes unbezahltes Gespräch (ca. 30 Minuten) an, um uns die Möglichkeit zu geben, uns kennenzulernen. Falls Sie ein solches kostenloses Treffen buchen möchten, klicken Sie bitte hier.

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Kontakt Information
Telefon: (416.889.5291)
email:sabine@sabinecox.com

Adresse
7 Selby St.
Cookstown, ON
L0L 1L0
Erdgeschoß, jedoch nur über Treppe erreichbar
Allergiewarnung: Katzen leben im Haus.

Gebühren
Gebühren und allgemeine Bedingungen finden Sie hier!

Registrierung
Registriert beim College of Registered Psychotherapists of Ontario (CRPO), Registrationsnummer: 1046